Meindl, Dr. Mössmer, Rottmoser und Mittermaier (von links). Die Männer der ersten Stunde.
Aus Wasser wird Strom: Das Soyenseewerk.
Von 1950-1960
verdoppelte sich der Strombedarf.

Der Soyensee:
Strom aus der Natur, Strom aus Ihrer Nähe.
Von 1960-1990
stieg der Strombedarf auf das Zehnfache.

Unser Verwaltungsgebäude - besuchen Sie uns doch einmal! Wir freuen uns auf Sie.
Seit über 75 Jahren sind wir für Sie da. Das war uns eine Feier wert.
Die Heimatgemeinden mit preiswertem Wasserkraft-Strom aus der Region und damit unabhängig von der Kohle des Ruhrgebietes zu versorgen, war die Idee von Franz Xaver Mittermaier (Isen), Dr. Anton Mössmer (München) und Josef Meindl (Dorfen). Gemeinsam mit Gräfin Sofie von Moy de Sons (München) und den E-Werken Dorfen, G. Schiller (St. Wolfgang) und A. Schmid (Lengdorf) gründeten sie am 28. September 1921 die Kraftwerke Haag AG. Der Bau des Kraftwerks Vorderleiten (Soyenseewerk) konnte beginnen.
Im Dezember 1923 drehten sich zum ersten Mal zwei Turbinen im neuen Soyenseewerk. Der Bau des Kraftwerks war mit einigen technischen und finanziellen Problemen (Inflation 1923) behaftet. Die 3. Turbine wurde erst 1928 errichtet.
Das Soyenseewerk konnte den Strombedarf allein nicht mehr decken. Es wurde eine Netzverbindung zur "Oberbayerischen Überlandzentrale" (OBÜZ, später Amperwerke, später Isar-Amperwerke) geschaffen.
Durch den Bau der Innstaustufe Teufelsbruck wäre das Soyenseewerk überflutet worden. Das gesamte Kraftwerk wurde deshalb kurzerhand um 1,62 m höher gelegt.
Die Kriegs- und Nachkriegsjahre waren auch in der Stromversorgung eine Zeit der Entbehrungen. Sogar die Kupferleitungen mussten zum Teil für die Rüstungsindustrie zur Verfügung gestellt und durch Eisendrähte ersetzt werden.
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung und steigendem Strombedarf wurde eine Betriebserweiterung nötig. Ein neues Schalthaus mit Verwaltungsgebäude wurde am heutigen Standort gebaut. Später kamen Werkstätten, Lager- und Garagengebäude dazu.
Zur Sicherstellung des stark steigenden Verbrauchs erfolgte 1978/79 mit dem Bau eines 110/20 kV Umspannwerks in Altdorf bei Haag der Anschluß an das 110.000 Volt-Netz der Isar-Amperwerke. Gleichzeitig wurde mit der Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes den Anforderungen der zunehmenden Bürokratie Rechnung getragen.
Nur fünf Jahre nach dem Bau des ersten Umspannwerks (UW) wurde in der Nähe von Dorfen das UW Stollnkirchen errichtet. Das Verteilungsnetz wird seither aus zwei starken 110 kV-Einspeisepunkten versorgt.
Die Kraftwerke Haag AG wird in die Haager Beteiligungs-AG (Holding) umgewandelt, die Eigentümerin der Stromversorgungsanlagen ist. Den Betrieb des Netzes und der Kraftwerke übernehmen die neu gegründeten Gesellschaften Kraftwerke Haag GmbH (KWH) und Energieerzeugung Haag GmbH (EHG).
Das Soyenseewerk wird grundlegend restauriert und modernisiert. Der Betrieb erfolgt seither ferngesteuert.
In Kooperation mit dem Landkreis Rosenheim wird auf der Mülldeponie in Sieghart (Gemeinde Soyen) eine Anlage zur Verstromung von Deponiegas errichtet.
Zum Betrieb der Kraftwerke wird eine neue Gesellschaft, die Energieerzeugung Haag GmbH, gegründet.
Am 26. Juli 1996 wird im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung gemeinsam mit Aktionären und Vertretern aus Politik und Wirtschaft in einem Festakt das 75jährige Firmenjubiläum begangen. Am Kraftwerkstandort Vorderleiten wird ein 3-moduliges Dieselkraftwerk (3 mal 500 kW) zur Abdeckung von Spitzenlasten gebaut.
Die neu gegründete KWH Netz GmbH übernimmt den Betrieb des Verteilnetzes von der Kraftwerke Haag GmbH
Die neu gegründete KWH Service GmbH übernimmt die Servicefunktionen innerhalb der Firmengruppe. Die Kraftwerke Haag GmbH wird zu einer reinen Vertriebsgesellschaft.

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